Trekking in den ukrainischen Karpaten

Reisetermine: 16. - 23. Juni, 21. - 28. Juli 2019.

 
Ein neues Angebot von NeSTU:  Vier Tage in den "huzulischen Alpen": Buchen- und Fichtenurwälder, Kulturlandschaften und Hochalmen, Gletscherseen, blühender Karpatenrhododendron und mehr unvergleichliche Naturerlebnisse, alles in einem ruhigen Rhythmus. Zwei Tage Rahmenprogramm zum Ankommen und Ausklingen lassen.  Reisetermine: 16. - 23. Juni, 21. - 28. Juli 2019.  Reiseleitung: Tymur Bedernychek, Forscher bei der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften und ausgewiesener Kenner der ukrainischen Karpaten.  Kosten je nach Gruppengrösse (4-8 Personen) 800/1'200.- CHF.  Inbegriffen: Reise ab und bis Budapest, Vollpension, Begleitung, Logistik, Rahmenprogramm.  Anmeldung, Information: info(at)nestu.org

Ein neues Angebot von NeSTU: Vier Tage in den "huzulischen Alpen": Buchen- und Fichtenurwälder, Kulturlandschaften und Hochalmen, Gletscherseen, blühender Karpatenrhododendron und mehr unvergleichliche Naturerlebnisse, alles in einem ruhigen Rhythmus. Zwei Tage Rahmenprogramm zum Ankommen und Ausklingen lassen.

Reisetermine: 16. - 23. Juni, 21. - 28. Juli 2019.

Reiseleitung: Tymur Bedernychek, Forscher bei der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften und ausgewiesener Kenner der ukrainischen Karpaten.

Kosten je nach Gruppengrösse (4-8 Personen) 800/1'200.- CHF.

Inbegriffen: Reise ab und bis Budapest, Vollpension, Begleitung, Logistik, Rahmenprogramm.

Anmeldung, Information: info(at)nestu.org

In der zweiten Junihälfte blüht in hohen Lagen die Rostrote Alpenrose, eigentlich ein Rhododendron

 


In den ukrainischen Karpaten gibt es ein unvergleichliches Massiv, die Maramorosch-Berge, sie werden auch Huzulische Alpen genannt. “Huzulisch” kommt von den Huzulen, einem hier seit dem frühen Mittelalter angesiedelten ukrainischen Bergvolk. “Alpen” deshalb, weil diese Berge eher den Alpen oder der Tatra ähneln als anderen Karpatenregionen.

Die Huzulischen Alpen liegen im rechten Winkel zu den übrigen östlichen Karpaten und unterscheiden sich stark in ihrem geologischen Aufbau und im Relief. Man erkennt deutlich die kaskadenförmigen Abfolgen von Talkesseln, und stellenweise auch kleine Gletscherseen, landschaftliche Überreste der Eismassen früherer Epochen. Flora und Fauna überraschen uns mit zahlreichen seltenen und häufig unter Schutz stehenden Arten.

Die Huzulischen Alpen haben die Weltkriege praktisch unversehrt überstanden, im Unterschied zum Beispiel zum nahegelegenen Tschornohor-Massiv, dem höchsten der ukrainischen Karpaten. Dies ist auch ein Grund dafür, dass wir hier grössere Flächen unberührter Natur vorfinden, besonders Buchen- und Fichten-Buchenurwälder.

 

Unsere viertägige Wanderung durch das Massiv beginnt im Dorf Dilove. Über das Tal des Biliy Potok gelangen wir zum höchsten Wasserfall der Ukraine “Jalinskiy”, wir durchqueren gemischte Urwälder mit Fichten und Buchenbeständen, erklimmen drei der höchsten Berge der Region, Pip Ivan Maramoroskiy, Petros und Latundur, wir kosten auf den Almen hergestellten Schafskäse, der hier von den Schäfern nach jahrhundertealter Tradition hergestellt wird und kommen schliesslich, über bezaubernde Wälder und Almen zurück in die Bezirkshauptstadt Rachiw.

 

Die beste Jahreszeit für diese Wanderung ist die zweite Junihälfte und Juli. Während dieser Zeit blüht der Karpatenrhododendron in seiner rosaroten Pracht.

Hier beschreiben wir das Programm der Wanderung. Hinzu kommen jeweils ein Tag zum Ankommen und zum Abschluss. Diese möchten wir gerne in Absprache mit den TeilnehmerInnen gestalten.

Tag 1: Fahrt von Nischnje Selischtsche nach Dilove (“geographisches Zentrum Europas”), bis zur Bergsiedlung Yalyn, von dort zu Fuss zum Wasserfall Yalynskiy und weiter auf die Hochalm Marmura. Sechsstündige Wanderung, 15km, Höhenunterschied 1000 Meter.

Tag 2: Hochalm Marmura, Buchen-Fichtenurwälder, weiter über die Hochalm Lysytschiy zum Gipfel des Pip Ivan Maramoroskiy (1937 Meter) an der rumänischen Grenze. Fünfstündige Wanderung, 10km, Höhenunterschied 1150 Meter.

Tag 3: Über die Hochalm Lysytschiy und die Hochalm Kvasniy zum Gipfel des Petros Maramoroskiy (1781m), weiter auf den Berg Latundur (1734m), Hochalmen Berlebaschka und Magura. 13km, Höhenunterschied 850m, 5stündige Wanderung

Tag 4: Von der Hochalm Magura zum Karpaten-Biosphärenreservat (Massiv Kusij), zurück ins Tal nach Rachiw. 15km Wanderung, fünf Stunden, Höhenunterschied 900 Meter

 

Die Tagesetappen sind so gewählt, dass sie ohne Hast und ohne spezielle Vorbereitung bewältigt werden können. Dreimal übernachten wir im Zelt auf den Hochalmen, in unmittelbarer Nähe von Quellen mit gutem Trinkwasser. Kleidung und Schuhwerk sollen solide und bequem sein, Wanderstöcke auf Wunsch. Unbedingt nötig ist ein guter Regenschutz, denn auch im Hochsommer kann es in diesen Bergen plötzlich einen Wetterumbruch mit starkem Regen, Hagel und sogar Schneefall geben. Aber solche Überraschungen sind meist von kurzer Dauer

 
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Unser Bergführer Tymur Bedernychek arbeitet als Forscher beim Botanischen Garten in Kyiv, der Teil der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften ist. Sein Spezialgebiet ist Allelopathie, die chemischen Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und Mikroorganismen.